Komitee des Nationalen Monument des Hartmannswillerkopf

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Texte von Léon Marty

Léon Marty wurde 1889 in Montredon geboren, einem Dorf in der Nähe von Narbonne in Südfrankreich. Seinen Militärdienst leistete er von 1910 bis 1913 ab. Im November 1913 heiratete er Anaïs Sabatier. Wie Millionen anderer wurde er am 2. August 1914 eingezogen und begab sich zu seinem Regiment, dem 143. Infanterieregiment in Carcassonne. Sein Weg führte ihn in die Gegend von Nancy, wo er am 14. September 1914 nach der Schlacht am Grand Couronné ankam.
Sein erster Auftrag als Soldat bestand darin, das Schlachtfeld in dieser Region aufzuräumen, das war am 15. September, der Tag, an dem seine Tochter Léoncine geboren wurde.
Bis zum Februar 1915 gelangte Léon nach Nordfrankreich und in die Gegend von Ypres in Belgien, Danach findet sich seine Spur in der Champagne wieder, nahe dem Sabot-Wald bei Tahure, wo er am 5. Juni 1915 verwundet wurde. Er kam in ein Lazarett in Vichy, wo er bis Ende Juli 1915 blieb. Nach einem ersten Heimaturlaub wurde er zum Sergeanten befördert, und als Ausbilder in die Nähe von Carcassonne, und auf die Hochebene von Larzac versetzt.
1916 wurde Léon zum 245. Infanterieregiment abgeordnet, welches sich gerade im Thur-Tal neu formierte. Dort kam er am 13. Juli an und blieb bis August 1917 in dieser Region.
Im September wurde er mit seinem Regiment nach Saint Mihiel geschickt, wo seine Einheit am 24. September sehr hohe Verluste erlitt, geradezu dezimiert wurde. Daraufhin wurde sie aufgelöst und er wurde zum 348. Infanterieregiment abgeordnet.
Im Mai 1918 befand sich Léon Marty in der Gegend von Reims und sein Regiment musste große Verluste hinnehmen. Wieder wurde es aufgelöst und Léon zum 22. Infanterieregiment abgeordnet.
In diesem Regiment erfuhr er schließlich von der Unterzeichnung des Waffenstillstands (11. November 1918) in der Champagne. In sein normales Leben konnte er erst Ende Juli 1919 zurückkehren. Léon Marty starb 1961, seine Ehefrau im Januar 1965.

Die Texte wurden zur Verfügung gestellt vom Gedenkort Abri d´Uffholz - abri-memoire.org


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